Sonntag, März 11, 2007

Das Frühstück

Dieses Wochenende verbrachte ich in Nordhessen bei meinen beiden Omas, weil meine Oma väterlicherseits sich die Linse operieren lies und damit einige Tage im Krankenhaus lag.
So kam es nun, dass ich das erste Mal seit 21 Jahren alleine in dem großelterlichen Haus war. Ein wirklich komisches Gefühl, denn sonst war immernoch meine Oma da, die auf mich "aufpasste"(eigentlich absoluter Quark, denn meine Oma ist mittlerweile 87 und kann alles andere aber nicht auf mich aufpassen oder mich beschützen, wenn z.B. ein Einbruch passieren würde). Geschlafen habe ich komischerweise recht gut, aber vermutlich auch nur, weil die Zeit nervlich und körperlich anstrengend war und ich immer recht lange auf war. Am merkwürdigsten war das Frühstück, was ich alleine zu mir nehmen musste. Natürlich ist ein Frühstück alleine kein Problem für mich, aber es war wirklich ein komisches Gefühl, dass nun beide Plätze in der Küche neben mir leer waren. Ich habe es einfach mit einem Kurzfrühstück und lautem Radio versucht, was die Situation etwas erleichterte. Allerdings wurde es mir da mal wieder so richtig bewusst, dass man seine Großeltern eben nicht für immer hat und irgendwann die Zeit "des kleinen, behüteten Enkelkindes" aufhört. Natürlich bin ich mir dessen schon länger bewusst, aber diese Situation führte mir doch wieder die Vergänglichkeit des Menschen und der Generationen einer Familie auf ziemlich harte Weise vor Augen.

P.S. Glücklicherweise geht's meiner Oma gut, nur bemängelte Sie etwas die Unterhaltung des Chefs über den Schwierigkeitsgrad der OP, da meine Oma in LA operiert wurde...*g*


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