Samstag, Dezember 23, 2006

Deutsches Literaturgut




Vor ein paar Tagen kam ich in den Genuß, meinen Schwestern aus einem dicken Märchenbuch vorlesen zu müssen ;-)
Die Mädels wünschten sich Schneewittchen und Aschenputtel. Erst jetzt ist mir mal wieder klar geworden, wie brutal unser deutsches Gedanken gut doch ist ("Die Stiefmutter sagte, schneid dir die Ferse ab und die Tochter tat es").
Schon komisch oder? Normalerweise achtet man darauf, dass Kinder (jedenfalls in diesem Alter) möglichst wenig von Gewalt mitbekommen (z.B. Nachrichten etc.) um Albträume usw. zu verhindern.
Warum werden dann aber unsere deutschen Märchen als das Muss schlechthin für Kinder gehandelt(und den Kids gefällt es ja auch)? Denn die Brutalität ist schon offensichtlich, angefangen von Hänsel und Gretel, Aschenputtel, Schneewittchen, Die sieben Raben, Rapunzel usw.
Schon merkwürdig, oder?

1 Kommentar:

Julia hat gesagt…

Also ich kann mich erinnern, dass ich schon manche Geschichten gruselig fand, aber geschadet hat's mir nicht.
Mir kommt da der Gedanke, dass es vielleicht daran liegt, dass es einen Unterschied gibt zwischen sehen und hören.
Bei den vorgelesenen Geschichten muss das Kind mit seiner eigenen Fantasie spielen, die letztendlich vielleicht nicht so brutale Bilder malt.
Und ich kann mich erinnern, dass mich als Kind Filme viel mehr aufgewühlt haben. Da kriegst du die Bilder quasi vorgeknallt und kannst keinen "Filter" mehr vorschalten.

Frohe Weihnachten!